Startseite > Archiv > 2006 > > Vogelgrippe beim Hund?
Bisher gibt es keinen Hinweis darauf, dass Hunde an Vogelgrippe erkranken oder das Virus der klassischen Geflügelpest H5N1 weitergeben können. Sollte ein Hund einen am H5N1-Virus verstorbenen Vogel apportieren, so ist es nach unserer bisherigen Kenntnis äußerst unwahrscheinlich, dass er sich dabei ansteckt. Auch wenn sich der Hund auf einem verendeten Vogel wälzt und ein Mensch anschließend mit dem Hundefell in Kontakt kommt, besteht nach unserem heutigen Wissensstand kein erkennbares Risiko, sich auf diesem Weg zu infizieren. Soweit wir wissen, finden Infektionen des Menschen durch das Virus nur dann statt, wenn größere Mengen von tierischem Ausscheidungsmaterial aufgenommen werden, etwa durch Kinder, die mit toten kotverschmutzten Vögeln spielen. Sollte es zu einem Kontakt mit möglicherweise ansteckenden Exkrementen gekommen sein, so kann durch Waschen der Hände mit heißem Seifenwasser das Virus unschädlich gemacht werden.
Aktuellste Informationen zur Vogelgrippe in Deutschland finden Sie u.a. auf den Seiten des Friedrich-Löffler-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit).
Stand: 13.03.2006
© , Institut für Medizinische Virologie der Universität Gießen